1992: Weiterführung des Verlags

Frau Ida Meier-Fiechter starb am 11.10.1992. Der Vorstand des ZKGV zeigt sich unvorbereitet.

«Ernst Brütsch hat mit Frau Mero (Tochter von Ida Meier) und Welly Reber (RPK) am 24.Nov.1992 den Verlag und das Lager im ganzen Haus besichtigt und die noch offenen Bestellungen und Auslieferungen gesammelt. Sie werden durch Willy Reber verwaltet und bearbeitet.»

Am Tag der Beerdigung, am 16.10.1992, meldet Erwin Breus sein Interesse an an der Übernahme der Verlagsführung, zusammen mit seiner Frau Hedi Breus. So schnell wie möglich wird mit dem Umzug von Winterthur nach Schwerzenbach begonnen.

Der Vorstand trifft sich 2 Monaten später, am 12.12.1992, und berät über das weiterer Vorgehen. Eine früher schon angesprochene Nachfolgeregelung konnte nicht umgesetzt werden, vermutlich auch gegen den Widerstand von Ida Meier-Fiechter selbst. Die Auflösung des Verlags drängt sich auf:

«Der LA (*) hatte bereits seit langem versucht, die Weiterführung des Verlags nach dem Ausscheiden von Ida Meier-Fiechter zu klären. Leider erfolglos, sodass die gänzliche Auflösung des Chorliederverlages auf der Hand lag.»

Die Option, die Verlagsleitung an das Ehepaar Breus zu übergeben, wird von den anwesenden LA- und MK-Mitgliedern begrüsst und einstimmig beschlossen .

«Die anwesenden LA- und MK-Mitglieder (*) sind erfreut über die Initiative und den bereits geleisteten Einsatz des neuen Verlagsleiters, warnen ihn jedoch vor allzugrosser Euphoerie. Vor allem Emil Kern gibt zu bedenken, dass unser Chorliederverlag in letzter Zeit mehr eine Musikalienhandlung (Vermitteln von Noten anderer Verlage) als eine eigentlicher Verlag geworden ist. Auch sei der bescheidenen Umsatz von einigen Bestellungen pro Woche keine Ausgangsbasis für einen vollamtlichen Verlagsleiter.»

(Quelle: Sitzungsprotokoll vom 12.12.1992, Archiv des ZKGV)

Fussnoten:
(*) MK = Musikkommission; LA = Leitender Ausschuss